201601.03

Wirtschaftsmediation in Polen

In den letzten Jahren wird in Polen eine Zunahme von wirtschaftlichen Sachen beobachtet, die an Gerichte gerichtet werden. Die Zunahme der Anzahl der Streiten ist verständlich, weil sie die zunehmende wirtschaftliche Aktivität der Gesellschaft begleitet. Es gibt jedoch kein ausreichend entwickeltes System von außergerichtlichen Methoden der Streitbeilegung.

Die Mediationen in Zivilsachen wurden im Jahre 2005 eingeführt, aber sie werden nur im geringen Grade verwendet. Die Anzahl der Vergleiche, die durch Mediation geschlossen werden, überschreitet nicht mal 1% von Zivilsachen, die vor polnischen Gerichten verhandelt werden.

Am 01.01.2016 tritt das Gesetz über das Unterstützen von außergerichtlichen Methoden der Konfliktauflösung in Kraft. Die Streitparteien erwerben eine schnellere und billigere Alternative der Streitbeilegung gegenüber der Entscheidung der Sache auf gerichtlichem Wege. Die Zunahme der Anzahl der Sachen, die infolge der Mediation beendet werden, wird besonders günstig bei wirtschaftlichen Sachen sein. Diese Weise der Streitbeendung gibt beiden Parteien die Chance die Zusammenarbeit weiterzuführen.

Um die Popularität der Mediation zu steigern, wurde finanzieller Ansporn verwendet, wie z.B. Anrechnung der Mediationskosten zu Gerichtskosten, Freistellung der Anträge auf die Bestätigung des Vergleichs, der vor dem Vermittler infolge der außergerichtlichen Mediation geschlossen wurde, von der Gerichtsgebühr, Rückerstattung der ganzen Gerichtsgebühr, wenn der Vergleich während der vorbereitenden Etappe des Verfahrens geschlossen wurde.

Die Entwicklung der außergerichtlichen Methoden der Streitauflösung wird die Führung der Wirtschaftstätigkeit erleichtern und zum Stärken der Wettbewerbsfähigkeit der polnischen Wirtschaft beitragen.