Meistens erfolgt das Erben auf der Grundlage des Gesetzes. In der ersten Reihe erben die Kinder und der Ehegatte – sie erben zu gleichen Teilen, wobei der Anteil des Ehegatten nicht kleiner als ein 1/4 sein darf. Wenn der Verstorbene keine Kinder hatte, fällt das Erbe seiner Frau und seinen Eltern zu. Erst wenn die Eltern nicht mehr leben, fällt das Vermögen den Geschwistern zu gleichen Teilen zu. In weiterer Reihe stehen die Großeltern und erst wenn es keine Verwandten mehr gibt, fällt das Erbe der Gemeinde zu.

Wenn es um das Testamenterben geht, da muss der Erbe kein Familienmitglied sein. In dieser Situation sind jedoch die Deszendenten (Kinder, Enkelkinder), der Ehegatte und die Eltern des Erblassers, die im Testament übergangen worden sind und auf der Grundlage des Gesetzes erben würden, pflichtteilberechtigt. Der Pflichtteil steht grundsätzlich in Höhe von 1/2 des Anteils zu, der dieser Person zustehen würde, wenn das Erben auf der Grundlage des Gesetzes erfolgen würde.

Es kann jedoch vorkommen, dass der Verstorbene kein Vermögen, sondern viele Verpflichtungen hat. In diesem Fall ist die Ausschlagung der Erbschaft möglich. Sie fordert das Abgeben einer entsprechenden Erklärung vor dem Gericht oder vor dem Notar innerhalb von sechs Monaten ab dem Todestag des Erblassers. Es ist jedoch in Erinnerung zu behalten, dass nach der Ausschlagung der Erbschaft, die Person so behandelt wird, als ob sie die Eröffnung des Testaments nicht erleben würde, was bedeutet, dass wenn sie Kinder hat, werden sie erben. Wenn der Verstorbene sowohl Kinder als auch Enkelkinder hat, dann sollten nicht nur die Kinder, sondern auch die Enkelkinder die Erbschaft ausschlagen. Wobei, wenn die Kinder und Enkelkinder minderjährig sind, dann sollte grundsätzlich das Vormundschaftsgericht die Erlaubnis für die Ausschlagung der Erbschaft erteilen (wenn sie polnische Staatsangehörige sind).

Es besteht jedoch auch eine andere Möglichkeit – Erbannahme unter Vorbehalt der Inventarerrichtung. In diesem Fall haften die Erben für die Schulden, aber nur bis zum Wert der Erbschaft. Wenn also der Erblasser ein Vermögen hinterließ, z.B. 15.000 PLN, jedoch seine Schulden 20.000 PLN betragen, dann werden die Erben bis zur Höhe von 15.000 PLN haften.

Wenn jedoch die Erben die Frist von 6 Monaten ab dem Todestag des Erblassers überschreiten und keine Erklärung vor dem Gericht oder Notar abgeben, dann wird kraft Gesetzes anerkannt, dass sie die Erbschaft unter Vorbehalt der Inventarerrichtung angenommen haben.

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